Zuverlässige Betreuung für Kinder aller Altersstufen haben in den letzten Jahren für Familien immer mehr Bedeutung bekommen. Deshalb muss Büdingen die Angebote in den Kindertagesstätten (KiTas) der Stadt stärker an den Bedürfnissen der Kinder und Eltern ausrichten. Dazu müssen endlich auch attraktive Angebote für Jugendliche für Treffen und Freizeitgestaltung entwickelt werden.

„Die Corona-Pandemie mit Home-Office sowie Schließung von Schulen und KiTas hat deutlich gemacht, wie sehr Familien inzwischen auf eine zuverlässige Kinderbetreuung angewiesen sind“, stellt der CDU-Bürgermeisterkandidat fest. „Büdingen muss ein zuverlässiger Partner der Familien werden. Dabei werden auch die Ansprüche an die Bildungsangebote in den Kindergärten wachsen.“

Harris betont, dass die Erzieherinnen in den KiTas aber auch Tagesmütter schon seit Jahren spielerisch die Entwicklung der Kinder fördern und diese schließlich auch auf die Grundschule vorbereiten. „Gespräche mit Erzieherinnen und Lehrern haben mir gezeigt, dass wir damit rechnen müssen, dass die Aufgaben in diesem Bereich in den nächsten Jahren wachsen werden.“

Dabei muss die Stadt in einem regelmäßigen Kontakt mit Erzieherinnen und Eltern die Bedürfnisse beider Seiten zusammenbringen. „Es ist eine Realität, dass von Eltern heute im Beruf immer mehr Flexibilität erwartet wird“, erläutert Harris. „Diesem Anspruch an die Familien müssen wir auch als Stadt gerecht werden. Wir müssen Rahmenbedingungen setzen, die Familie und Beruf vereinbar machen.“ Durch den Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung in Grundschulen hat der Gesetzgeber vorgezeichnet, welche Entwicklung für kommende Generationen zu erwarten ist.

„In den letzten Jahren hat die Politik sich sehr stark auf die Bedürfnisse von Familien mit Kleinkindern und Grundschülern konzentriert“, hat Harris beobachtet. „Wir dürfen aber auch die Situation von Jugendlichen nicht aus dem Blick verlieren.“ Eine echte Familienstadt muss Angebote für alle Generationen haben.
„Die Erwartungen von Jugendlichen an Freizeitgestaltung und Treffpunkte sind viel komplexer und differenzierter als bei Kindern“, räumt Harris ein. Deshalb darf sich die Stadt aber nicht aus der Verantwortung ziehen, auch dieser Generation Räume und Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

„Die Politik hat in den letzten Jahren begonnen, einen Dialog mit Jugendlichen über ihre Vorstellungen, wie sich Büdingen entwickeln soll, aufzubauen“, erklärt Harris. Diese Kommunikation muss ausgebaut und auch glaubwürdiger werden. „Immer wieder wurden Jugendliche von Politik und Verwaltung ausgebremst, wenn sie eigene Initiativen für Freizeitangebote entwickelt haben“, hat er beobachtet. „Dabei sollten wir für jedes Interesse, unsere Stadt attraktiver zu machen dankbar sein und Jugendliche ermutigen, Büdingen mit zu gestalten.“ Denn schließlich sind die Jugendlichen von heute, die Bürger, die die nächsten Jahrzehnte in unserer Stadt leben und sich in ihr engagieren werden.

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