Bei einem Ortstermin hat sich die CDU-Fraktion jüngst über die Fortschritte hinsichtlich des geplanten Hochwasserrückhaltebeckens „Am Hammer“ oberhalb der Kernstadt informiert.

Wie Bürgermeister Benjamin Harris berichten konnte, hatte der Wasserverband Nidder-Seemenbach zu einer Anlaufbesprechung mit Vertretern seitens der Stadt, des Wasserverbandes, der zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden sowie den beteiligten Planungsbüros eingeladen. Mittlerweile liegen erste hydrologische Ergebnisse bezüglich der beiden angedachten Hochwasserrückhaltebecken am Hammer sowie am Kälberbach vor. „Die Ergebnisse zeigen das enge "Zusammenspiel" der beiden geplanten Hochwasserrückhaltebecken. Dies bedeutet, dass das am Seemenbach zu schaffende Retentionsvolumen maßgebend von der Existenz eines Rückhaltebeckens am Kälberbach beeinflusst wird. D.h. gesetzt den Fall, dass am Kälberbach ein HRB entstehen sollte, muss am Seemenbach entsprechend weniger gebaut werden und umgekehrt“, erläuterte Harris die Sachlage.

Weiterhin ist wichtig, dass seitens des Landes Hessens über die Einführung eines sogenannten "Klimafaktors" nachgedacht wird, der letztlich zu einer Erhöhung des zu realisierenden Stauvolumens führt. Dieser existiert bereits in Baden-Württemberg. „Derzeit wird die genaue Lage der Sperrstellen in den jeweiligen Talräumen geprüft. Die jeweils zu realisierenden Volumina sind "endlich", am Hammer kommt einschränkend noch die am Talrand vorhandene Deponie dazu“, so Harris. Bis Ende dieses Monats soll der Dammstandort weitgehend final festgelegt sein.

Für einen kontinuierlichen Planungsprozess sollen zweiwöchentlich Projekt-Jour-Fixe stattfinden. Die Öffentlichkeit soll nach Absprache mit dem Wasserverband noch vor Beginn der Sommerferien erstmalig eingebunden werden.

„Die Fortschritte stimmen uns zuversichtlich. Bürgermeister Harris bleibt beim Hochwasserschutz am Ball und arbeitet Hand in Hand mit dem Wasserverband an Lösungen“, konstatiert CDU-Fraktionsvorsitzender Jonathan König: „Wir unterstützen nachdrücklich diesen eingeschlagenen Weg. Das Hochwasserrückhaltebecken am Hammer wird den Hochwasserschutz nicht nur für die Kernstadt Büdingen nachhaltig verbessern, sondern hat als Folgewirkung eine Schutzfunktion auch für Düdelsheim sowie die weiteren sich bachabwärts befindlichen Gemeinden.“

„Wir vergessen jedoch nicht, dass drei Stadtteile Büdingens oberhalb des Hammers liegen und daher von diesem Rückhaltebecken nicht profitieren. Eine weitere Rückhaltung am oberen Bachlauf muss daher noch folgen“, so die CDU. Wie die drei CDU-Stadtverordneten und Ortsvorsteher Markus Gerlach (Michelau), Patrick Appel (Wolferborn) und Karsten Farr (Rinderbügen) betonen, wird man hier so lange am Ball bleiben bis auch ein zweites Rückhaltebecken umgesetzt wird.

„Weiterhin halten wir auch eine Maßnahme im Bereich des Kälberbachs für erforderlich. Mittel für eine entsprechende Planung sind in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen. Das Gefahrenpotenzial aus dieser Richtung ist nicht zu unterschätzen. Auch am Wolfsbach sollten zumindest Untersuchungen stattfinden“, ergänzt Jonathan König die Vorstellungen der CDU.“

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