Vor unbegründeter Panikmache warnt Benjamin Harris, Kandidat der CDU im Zusammenhang mit Meldungen zum Verkauf des Mathildenhospitals. Deshalb hat er sich zusammen mit dem Patientenfürsprecher Dieter Jentzsch bei Geschäftsführer Klaus Wöhrle erkundigt, welche Auswirkungen der geplante Eigentümerwechsel für das Krankenhaus und die Region haben wird. Wöhrle betont, dass das Mathildenhospital gerade durch die Grundversorgung Bedeutung für die niederländischen Bergman Clinics als neuen Eigentümer interessant ist.

„Am Charakter der Grundversorgung des Hauses wird sich nichts ändern, ganz im Gegenteil“, stellt Wöhrle im Gespräch mit Harris klar. Dieser Status ist nicht zuletzt durch die umfangreichen Fördermittel des Landes, die in den letzten Jahren in den Umbau und die Modernisierung des Mathildenhospitals geflossen sind, abgesichert. „Wenn das Mathildenhospital nicht mehr als Haus der Grundversorgung weiter betrieben würde, müssten diese Fördermittel zurückgezahlt werden“, erläutert Wöhrle.
Die Spekulationen, dass durch den neuen Eigentümer diese Leistungen der Grundversorgung eingeschränkt werden oder das Mathildenhospital in eine reine Spezialklinik umgewandelt wird, seien aber auch aus einem weiteren Grund absolut haltlos, ergänzt der Geschäftsführer. „Ohne ein Akutkrankenhaus wie das Mathildenhospital hätten Bergman Clinics keine Genehmigungen bekommen, mit ihren Fachkliniken nach Deutschland zu expandieren“, erklärt Wöhrle den Wert des Büdinger Krankenhauses für die Niederländer.

Er rechnet damit, dass der Eigentümerwechsel nicht nur keine Nachteile, sondern große Vorteile für das Mathildenhospital biete. Insbesondere auf dem Gebiet der Digitalisierung setze Bergman Clinics Maßstäbe. Zum Beispiel könnten Patienten die Anmeldeunterlagen schon zu Hause über das Internet ausfüllen. Dadurch könne sich der Arzt, bei der Aufnahme im Krankenhaus auf das Wesentliche konzentrieren, anstatt Formulare auszufüllen. Auch nach der Entlassung biete das Internet die Möglichkeit, direkten Kontakt zum behandelnden Arzt zu halten. „Das haben wir so im Moment in Deutschland nicht“, erkennt Wöhrle den Vorsprung der neuen Eigentümer an.
Doch auch das Mathildenhospital habe keinen Grund, sein Licht unter den Scheffel zu stellen, erklärt er selbstbewusst. „Wir waren schon bei Capio ein Vorzeigehaus und sind es jetzt wieder.“ Deshalb dankt er Harris und Jentzsch, dass sie sich bei ihm nach den Hintergründen des Verkaufs erkundigen, statt ohne die Fakten zu kennen, Gerüchte in die Welt zu setzen. „Es ist jetzt nicht die Zeit, irgendwelche Spekulationen in die Welt zu setzen.“

Jentzsch weist darauf hin, dass ihm immer an einem vertrauensvollen Verhältnis zwischen Patienten und ihren Angehörigen, Stadt und Mathildenhospital gelegen sei. „Gerade angesichts der aktuellen Corona-Pandemie und wieder steigender Infektionszahlen ist jedem Büdinger bewusst, wie wichtig es ist, ein Krankenhaus der Grundversorgung in der Stadt zu haben.“

Harris ist verwundert, dass der Eigentümerwechsel von Einigen nicht als Chance gesehen, sondern stattdessen unbegründet Ängste geschürt werden. „Ich danke dem Mathildenhospital und insbesondere dem Geschäftsführer Klaus Wöhrle, dass er kurzfristig zu einem Gespräch bereit war, um die Gerüchte, die offenbar jeder Grundlage entbehren, auszuräumen.“ Die Offenheit und Bereitschaft, Kommunalpolitiker umfassend zu informieren, sei ein Beleg, dass sich auch die Führung des Krankenhauses der Stadt verbunden fühlt und ihr die emotionale Beziehung der Büdinger zu „ihrem Mathildchen“ bewusst ist. „Das gegenseitige Vertrauen basiert auf langjährigen guten Erfahrungen und sollte nicht durch blinden Aktionismus gefährdet werden“, warnt Harris.

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